Der etwas andere Jahresrückblick: Wie gut kann eine KI unsere Suchanfragen aus dem letzten Jahr zusammenfassen?

Für dieses Experiment griffen wir auf Perplexity zurück, da ChatGPT gleich antwortete, keine oder nur eine sehr geringe chatübergreifende Erinnerung zu haben. Perplexity hingegen wollte das nicht gleich ausschließen.

Also haben wir gefragt, wie unser Jahr aus Perplexity-Sicht aussah. Unsere Topthemen waren demnach Stadtplanung, Gewerbegebiete und Verkehr mit 40 Prozent unserer Anfragen, gefolgt von Bürgerinitiativen, Beteiligungsformaten und Ratsinformationssystemen mit 25 Prozent.

Und was würden wir uns laut Perplexity, basierend auf unseren Suchanfragen, zu Weihnachten wünschen?

  • Zugang zu spezialisierten Informationen, in sauberer und durchsuchbarer Struktur
  • Eigene spezialisierte AI-Agents, die wiederkehrende Recherchen übernehmen, Knackpunkte markieren und rechtliche wie planerische Stolpersteine früh melden
  • Genug Zeit und Energie, um die tiefen Recherchen weiterzumachen, ohne auszubrennen – inklusive ein paar völlig arbeitsfreien Tage über die Feiertage

Außerdem gab uns Perplexity gleich zwei Fun-Facts mit:

  • Wir fragen mindestens so oft nach Bürgerinitiativen wie andere Leute nach Restaurants.
  • Unsere Kombination von Suchanfragen ist sehr untypisch und liegt, statistisch betrachtet, irgendwo im Promillebereich aller Anfragen an Perplexity.

Uns geht es also weniger um materielle Dinge, sondern mehr um Inhalte. Auch unsere recherchierten Themen sind wohl eher selten. Danke, Perplexity! Wir fühlen uns geehrt.

Doch stimmen die Angaben? Unser Fazit:
Eine nette Spielerei, aus der durchaus ein paar treffende Beobachtungen entstanden sind. Beim genaueren Abgleich merkten wir jedoch, dass einige Aspekte und Themen völlig fehlen. Auch wenn wir konkret zu einzelnen Themen aus anderen Chats nachfragten, waren die Antworten nicht immer richtig.

Bei wiederkehrenden Themen kann es durchaus sinnvoll sein, in Perplexity um chatübergreifende Verwendung von Informationen zu bitten. Man sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass diese Funktion noch nicht vollständig verlässlich ist.

Von Ida Kandler

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