Sind Chatbots nur eine Übergangslösung?

© [2025] [𝘒𝘐-𝘎𝘦𝘯.] 𝘔𝘢𝘳𝘤𝘦𝘭 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭. 𝘉𝘢𝘴𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘢𝘶𝘧 𝘞𝘦𝘳𝘬𝘦𝘯 𝘷𝘰𝘯 𝘈𝘯𝘥𝘳𝘦𝘢𝘴 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭.

Werden Chatbot-Anwendungen mittelfristig von Agenten und Deep-Search-Modellen abgelöst? Anzeichen dafür gibt es einige: So hat bspw. Anthropic schon Ende 2024 aufgehört, in Chatbots zu investieren. Mittlerweile gibt es auch einige Untersuchungen, in denen Chatbots bspw. einmal als „die große Enttäuschung in der Arbeitswelt” bezeichnet werden. Testergebnisse wie „people struggle to get useful advice from chatbots” finden sich sogar gehäuft. Hinzu kommt, dass der Umgang mit Chatbots geübt sein muss und die Nutzenden viel Anwendungswissen mitbringen müssen, um effizient mit Chatbots arbeiten zu können.

Was heißt es konkret für den KI-Einsatz in der professionellen Recherche?
Vermutlich wird das Augenmerk der Innovationstreiber, die viel Geld in KI-Modelle investieren, künftig weniger auf allgemeinen Chatbots liegen und stattdessen stärker oder vor allem Agenten, Reasoning-Modelle und thematisch oder funktional feinjustierte Modelle (bspw. für die Suche nach Lieferanten) im Fokus haben. Für alle, die KI zur professionellen Recherche einsetzen, werden sich daher künftig Agenten und Modelle finden lassen, die deutlich zielgenaueres Research ermöglichen und weniger fehleranfällige Ergebnisse liefern. Gleichzeitig dürfte es schwieriger werden, in der sich weiter ausdifferenzierenden Tool-Landschaft den Überblick zu behalten.

Von Markus Hoffmann

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