Aktuelle Limitierungen und künftige Auswege: Was können wir 2026 erwarten?

© [2025] [𝘒𝘐-𝘎𝘦𝘯.] 𝘔𝘢𝘳𝘤𝘦𝘭 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭. 𝘉𝘢𝘴𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘢𝘶𝘧 𝘞𝘦𝘳𝘬𝘦𝘯 𝘷𝘰𝘯 𝘈𝘯𝘥𝘳𝘦𝘢𝘴 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭.

„Model-Overhang“ bzw. „Capability-Overhang” verhindert laut Microsofts CEO Satya Nadella oder OpenAI, dass KI-Modelle die Leistungen erbringen, die möglich wären. Was steckt dahinter? KI-Modelle haben enormes Potenzial, das aber oft ungenutzt bleibt, weil den Nutzenden die Kompetenz fehlt, dieses voll auszuschöpfen. Die oben genannten Akteure fordern daher, dass sich die Form der Interaktion zwischen Nutzenden und Modellen ändern muss: Von einfachen, isolierten Prompts hin zu komplexen Workflows mit multiplen KI-Modellen und -Agenten, die in bestehende Systeme integriert werden.

Diese Sichtweise ist durchaus umstritten: Expertinnen und Experten kritisieren diese einseitige Sichtweise. Und auch in den sozialen Netzwerken häufen sich die kritischen Rückmeldungen, dass so die Schuld für mangelhafte Ergebnisse auf das unzureichende Verhalten der Nutzenden zurückgeführt werde. Aber könnten die Defizite nicht auch im Produktdesign angelegt sein? So fühlen sich einige Nutzende bei der Verwendung der KI-Tools an „Slot-Machines“ erinnert, die zum Weitermachen animieren, obwohl längst klar ist, dass für die perfekte Antwort zahllose Korrekturschleifen – es wird von bis zu acht Prompts berichtet – nötig sind. Einige berichten bereits vom neuen Phänomen der „Prompt-Fatigue“.

Was könnte 2026 daraus folgen? Laut dem IBM Trend Report 2026 herrscht Konsens darüber, dass die Zukunft multimodalen KI-Systemen gehöre. Dadurch müsse sich auch die Rolle der Menschen weg von operativen Tätigkeiten hin zum strategischen Dirigieren wandeln. Fachkräfte bspw. im Marketing oder der Programmierung werden so KI-Komponisten und KI-Komponistinnen, die verschiedene autonome Tools und Agenten zu komplexen Gesamtlösungen kombinieren. Menschliche Intuition und strategische Leitung rücken so ins Zentrum der Arbeit mit autonomen Systemen.

Ob sich diese Trends bewahrheiten und welche Konsequenzen sich für den KI-Einsatz im Research ergeben, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten in diesem Newsletter weiter beobachten.

Von Marcel Ohrenschall

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