Eine Auswertung des KI-Erkennungsanbieters Pangram zeigt, wie stark generative KI professionelle Netzwerke prägt. Von mehr als einer Million untersuchten Social-Media-Beiträgen wurden bei LinkedIn 41% der längeren Posts als vollständig KI-generiert eingestuft. Obwohl nur etwa ein Drittel der analysierten Beiträge von LinkedIn stammte, entfielen fast zwei Drittel aller erkannten KI-Texte auf die Plattform.
Das Online-Portal Heise liefert für das Phänomen zwei Erklärungen. Zum einen fördert LinkedIn den Effekt zusätzlich durch den Einbau von KI-Schreibhilfen. Folglich wird die Einstiegshürde für KI-generierte Texte – verglichen zu den anderen Plattformen wie Reddit, Substack oder X – relativ niedrig. Zum anderen macht die generative KI die professionelle Selbstdarstellung und Markenbildung auf LinkedIn deutlich leichter. Wie eine Forschungsstudie aus dem April dieses Jahres belegte, erhöhte sich die Anzahl der LinkedIn-Beiträge mit der Einführung von ChatGPT auf einmal rasant. Laut den Autoren eignet sich KI wohl besonders gut für Karrierenetzwerke. Denn sie liefert schnell sauber strukturierte, professionell formulierte und auf typische Erfolgsformeln zugeschnittene Texte.
Von Maria Kleiner
Quelle: Heise, 10.07.2026, von Moritz Förster
