Wie hilfreich ist Copilot bei der Durchführung von Social-Media-Monitorings? Dieser Frage sind wir im Rahmen einer Recherche zu einer größeren Anzahl von Social-Media-Kanälen nachgegangen. Ziel war es herauszufinden, wie effizient sich relevante Neuigkeiten und Beiträge erfassen und dokumentieren lassen. Dafür wurden Informationen wie Veröffentlichungsdatum, Schlagzeile und kurze Inhaltszusammenfassungen der Beiträge gesammelt.
Unser Quellenset befand sich in einer Excel-Tabelle und auch einzelne, bereits als relevant identifizierte Beiträge wurden in Excel gesammelt. Besonders praktisch war dabei die Möglichkeit, Copilot direkt mit den Links arbeiten zu lassen. Sobald ein Link in einer Excel-Zelle hinterlegt war, konnte Copilot aufgefordert werden, eine kurze Zusammenfassung des jeweiligen Beitrags zu erstellen. In der Praxis zeigte sich jedoch, dass die generierten Texte nicht immer präzise oder kompakt genug waren. Häufig waren zusätzliche Anweisungen nötig, etwa um die Zusammenfassung zu kürzen, stärker auf bestimmte Inhalte einzugehen oder einen passenden Tonfall festzulegen. Positiv fiel auf, dass sich akzeptierte Zusammenfassungen anschließend direkt in gewünschte Zellen einfügen ließen, was den Arbeitsprozess vereinfachte.
Einschränkungen gab es bei der Verarbeitung bestimmter Plattformen. Beiträge von Facebook konnten von Copilot nicht ausgelesen werden, weshalb hierfür keine brauchbaren Zusammenfassungen erstellt wurden. Verarbeitet werden konnten dagegen Beiträge von LinkedIn.
Insgesamt zeigt sich, dass Copilot die Arbeit bei Monitorings unterstützen kann, insbesondere bei der schnellen Erstellung und Strukturierung von Zusammenfassungen. Für größere Mengen an Beiträgen, bspw. mehrere Dutzend Social-Media-Posts, ist der Prozess aktuell jedoch noch nicht vollständig effizient oder zuverlässig. Mit klaren Prompts, etwas Feinabstimmung und zunehmender Routine kann die Integration dennoch eine hilfreiche Unterstützung im Monitoring-Alltag sein.
Unser Fazit: Copilot eignet sich bereits gut als unterstützendes Werkzeug für strukturierte Monitoring-Aufgaben in Excel, ersetzt aber derzeit noch keine manuelle Qualitätskontrolle. Besonders bei plattformübergreifenden Recherchen und größeren Datenmengen bleiben Nachbearbeitung und Prüfung weiterhin notwendig.
Von Andrew Colclough
