Eindrücke von der jährlichen KI-Konferenz der IHK

Die jährliche Konferenz der IHK für München und Oberbayern „KI für den Mittelstand“ bot in dieser Woche praxisnahe Einblicke in den Einsatz von KI in Unternehmen. Besonders interessant war ein Workshop des AppliedAI Institute zu ChatGPT. Dort standen Prompt Engineering und Context Engineering als zentrale Methoden für eine bessere Recherche im Mittelpunkt.

Prompt Engineering hilft dabei, die KI durch klare Vorgaben zu steuern. Dazu gehören präzise Vorgaben zu Formulierung, Stil und Struktur, eine klare Aufgabenstellung und Rollenzuweisung. Context Engineering ergänzt diesen Ansatz. Hier geht es darum, dass die KI vor dem eigentlichen Prompt relevantes Vorwissen sammelt. Für die Planung eines KI-Events könnte man zunächst z. B. strategische Fragen zu aktuellen Fortschritten im KI-Bereich stellen oder nach einflussreichen Persönlichkeiten im KI-Bereich fragen, bevor man mit einem Prompt einen Planentwurf für eine solche Veranstaltung erstellen lässt.

Der Workshop betonte außerdem, wie wichtig ein sauberer Chat-Verlauf ist. Neue Themen sollten immer in neuen Chats begonnen werden, da sich das Modell nur den jeweiligen Verlauf merkt. In sehr langen Chats merkt sich ChatGPT vor allem die letzten paar Prompts und Antworten (sog. Recency-Effekt). Dennoch kann auch der allererste Prompt prägend sein, vor allem wenn es eine klare Rollenzuweisung oder Aufgabe enthält (sog. Primacy-Effekt).

Von Maria Kleiner

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