Zwei Studien zur Effizienzgewinnung durch KI

Zwei Untersuchungen beschäftigen sich mit der Frage, wie sich Effizienzgewinne durch den Einsatz von KI in Unternehmen konkret manifestieren.

Laut einer neuen Umfrage von Indeed sparen die meisten Angestellten in Deutschland durch den KI-Einsatz höchstens drei Stunden pro Woche. Viele nutzen die gewonnene Zeit jedoch für Pausen, zusätzliche Meetings oder Verwaltungsaufgaben. Insofern führt der ungeregelte KI-Einsatz für Basisaufgaben nicht zu der oft postulierten freien Zeit, die für „höherwertige“ Tätigkeiten genutzt wird.

Deutlich bessere Ergebnisse erzielen Firmen, die KI aktiv in ihre Arbeitskultur integrieren und einen offenen Austausch über KI innerhalb ihrer Teams etablieren. In dieser Kategorie berichtet fast jeder fünfte Mitarbeiter von mindestens sechs Stunden Zeitgewinn jede Woche. Die gesparte Zeit verwenden die Befragten für kreative Projekte oder Weiterbildung.

Laut Atlassian sollte zudem zwischen der Effizienz auf Mitarbeiter- und Unternehmensebene unterschieden werden. Zwar nimmt die individuelle Produktivität dank KI um 33 % zu, doch erzielen weltweit nur 3 % der befragten Firmen dadurch Gewinne. Das liegt daran, dass die Mitarbeiter zwar ihre eigenen Aufgaben schneller erledigen, die KI aber noch nicht zur Verknüpfung von Teams und Wissen innerhalb des Unternehmens führt. Unternehmen, die nur auf die individuelle Produktivität ihrer Mitarbeiter abzielen, verlieren den Blick für das große Ganze und entwickeln seltener echte Innovationen. Der Schlüssel liegt deshalb in der Schaffung langfristiger Strategien und klarer Strukturen für den KI-Einsatz sowie in der Förderung der Unternehmenskultur.

Von Maria Kleiner

Quelle: heise.de, 20.08.2025 und 06.11.2025, von Moritz Förster

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