Laut dem „KI-Kompetenz-Report 2026“ verändert KI Strukturen, Entscheidungswege und Rollen in fast allen Unternehmensbereichen. Wer sie strategisch nutzt, verschafft sich berufliche Vorteile.
KI-Berater Sven Dörrenbächer bezeichnet KI-Kenntnisse als neue „Karrierewährung“: Nur wer kontinuierlich dazulernt, bleibt erfolgreich. Lernen sei dabei ein fortlaufender Prozess, der vergleichbar mit dem Erlernen einer neuen Sprache ist. Boston Consulting Group betont, dass gelungene KI-Integration nur zu 10 % aus Technik, zu 20 % aus Daten und zu 70 % aus neuen Führungs- und Arbeitsformen besteht.
Wie ernst Unternehmen das Thema nehmen, zeigt Accenture: Der Konzern verlangt von Mitarbeitenden den regelmäßigen Einsatz von KI-Tools und koppelt Beförderungen an deren nachweisliche Nutzung. Besonders erfahrene Mitarbeiter stehen sehen in der neuen Technik jedoch weniger eine Hilfe, sondern eine Bedrohung für ihre bisherige Expertise.
Dass die Entwicklung auch Unsicherheit weckt, zeigen kritische Stimmen wie die von Wirtschaftsautorin Ulrike Herrmann: KI sei eine Zukunftswette und ihr tatsächliches Potenzial bleibe unklar. Zudem werde sie in vielen Unternehmen eher operativ genutzt als strategisch verankert. Diese fehlende Langfristplanung könnte zum Risiko werden.
Von Frederic Simon
Quelle: Telepolis.de, 19.03.2026, von Marcus Schwarzenbach
