Recherche in Fremdsprachen: Mit KI-Sprachmodellen schneller an Informationen aus Originalquellen gelangen

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Kürzlich wurden wir damit beauftragt, für einen Kunden Datenmaterial zum französischen Bildungssystem zusammenzustellen. Dazu mussten unter anderem Zahlen aus Publikationen und Datenbanken extrahiert werden.

ChatGPT lieferte hier einen großen Mehrwert, indem es auf Grundlage der zunächst in englischer Sprache formulierten Fragen auch gleich französischsprachige Quellen lieferte. Zum Beispiel nannte das Sprachmodell französische Datenbanken und gab konkrete Zahlen heraus, die es französischsprachigen Texten entnehmen konnte. Zudem präsentierte ChatGPT eine Anleitung, wie man aktuelle Werte aus Datenbanken mit bestimmten französischsprachigen Begriffen abrufen konnte.

Unser Fazit: Das Sprachmodell erweist sich als hilfreich, um unmittelbar Quellen in die Recherche einbeziehen zu können, deren Sprache der Researcher selbst nicht beherrscht. Unser Prompt wurde auf Englisch formuliert. Von ChatGPT wurden dann auch französischsprachige Quellen angezeigt, die wir nicht gleich bei der vorgeschalteten englischsprachigen Recherche gefunden hätten. Generell müssen die Ergebnisse natürlich geprüft werden. In diesem Fall ließen wir einzelne Publikationen mittels eines Übersetzungstools ins Deutsche übertragen und ein Kollege prüfte die französischsprachigen Beschreibungen zu den Datenbanken, um sicherzustellen, dass wir die richtigen Statistiken ausgewählt haben.

Unsere Empfehlung bei derartigen Fragestellungen: Zwar kann man bereits im Prompting die Quellen nach Sprache eingrenzen, dies ist jedoch kein Muss. In unserem Fall haben wir im Prompt nur „Frankreich” als Region angegeben. Trotzdem gab ChatGPT auch französischsprachige Websites aus.

Von Maria Kleiner

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