Anthropic-Umfrage: Erwartungen und Bedenken gegenüber Künstlicher Intelligenz

© [2025] [𝘒𝘐-𝘎𝘦𝘯.] 𝘔𝘢𝘳𝘤𝘦𝘭 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭. 𝘉𝘢𝘴𝘪𝘦𝘳𝘦𝘯𝘥 𝘢𝘶𝘧 𝘞𝘦𝘳𝘬𝘦𝘯 𝘷𝘰𝘯 𝘈𝘯𝘥𝘳𝘦𝘢𝘴 𝘖𝘩𝘳𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘢𝘭𝘭.

Eine repräsentative Umfrage von Anthropic unter knapp 52.000 Menschen in den USA zeigt ein gemischtes Bild der Erwartungen an Künstliche Intelligenz. Die größte Hoffnung richtet sich auf medizinische Fortschritte: 48% der Befragten wünschen sich, dass KI künftig zur Heilung schwerer Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer beitragen kann. 36% erhoffen sich bessere Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen und lediglich 23% nennen die Erleichterung des Alltags durch technologische Weiterentwicklung. Deutlich seltener verbinden die Befragten KI mit Hoffnungen auf therapeutische Hilfe oder weniger Einsamkeit.

Bei den Sorgen stehen berufliche Folgen im Vordergrund. 64% befürchten, dass KI Arbeitsplätze gefährden könnte; diese Sorge ist in allen US-Bundesstaaten am stärksten ausgeprägt und nimmt mit dem Bildungsniveau zu. 56% sehen zudem das Risiko, durch KI kognitiv abhängiger zu werden oder weniger eigenständig zu denken und 52% nennen zusätzlich das Problem der Fehlinformationen.

Am Arbeitsplatz überwiegt insgesamt Skepsis bezüglich KI-Nutzung. Die Zustimmung, KI am Arbeitsplatz einzusetzen, steigt jedoch, wenn KI in diesem Bereich als kompetent wahrgenommen wird. Nutzende, die KI am Arbeitsplatz regelmäßig einsetzen, schätzen das Risiko eines eigenen Arbeitsplatzverlusts außerdem geringer ein als Personen, die KI im Arbeitsalltag gar nicht nutzen.

Von Ida Kandler

Quelle: The Decoder, 12.06.2026, von Matthias Bastian

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