Viele Menschen sehen KI noch immer als Chatbot oder bessere Suchmaschine. Doch laut OpenAI ist die Technologie längst weiter: Moderne Systeme bewältigen heute komplexe Denkaufgaben, für die Experten früher Stunden gebraucht hätten – und die öffentliche Wahrnehmung halte mit dieser Entwicklung kaum Schritt.
Das Unternehmen erwartet schon bald KI-Modelle, die Aufgaben übernehmen können, für die ein Mensch Tage oder Wochen benötigen würde. Ab 2026 seien laut OpenAI erste autonome Entdeckungen durch KI realistisch. Ab 2028 könnten diese Systeme dann auch größere Durchbrüche liefern. Möglich wird das durch den drastisch fallenden „Preis pro Intelligenzeinheit“, der sich in den vergangenen Jahren jährlich um den Faktor 40 reduziert hat.
Experten erwarten, dass KI nicht nur die Effizienz von Prozessen erhöhe oder einfach helfe, Kosten zu sparen, sondern immer mehr Bestandteil der Wertschöpfungsprozesse von Unternehmen und damit integraler Bestandteil von Geschäftsmodellen werde.
Was heißt das konkret für den KI-Einsatz in der professionellen Recherche?
KI entwickelt sich rasant von einem Assistenzwerkzeug zu einem echten Forschungspartner. Dadurch wird es möglich, komplexe Informationsmengen nicht nur schneller auszuwerten, sondern auch neue Zusammenhänge und Erkenntnisse automatisiert offenzulegen – ein enormer Hebel für jede Form von Research.
Gleichzeitig steigern komplexere Aufgaben bzw. der Reasoning-Modus die Kosten für Technologiekonzerne, da mehr Tokens pro Aufgabe notwendig werden. Dies wird dazu führen, dass die KI-Anbieter ihre Preise in Zukunft erhöhen und immer mehr Angebote kostenpflichtig werden. Die Alternative ist, dass man günstigere, weniger leistungsstarke Modelle verwendet, die weniger Ressourcen benötigen.
Von Maria Kleiner
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