Wie das Digitalportal t3m berichtet, gerät der Datenschutz durch den Aufstieg generativer KI zunehmend unter Druck. Telefonnummern, Wohnadressen oder interne Unternehmensinformationen sind heute leichter zugänglich als früher. Zwar blockieren gängige KI-Modelle Anfragen nach personenbezogenen Informationen teilweise ab. Dennoch gibt es Fälle, in denen sie mehr preisgeben, als sie sollten oder rechtlich dürften.
So berichten Nutzende auf Reddit etwa, dass Google Gemini private Telefonnummern als angebliche Service-Hotlines ausgibt. Der Ursprung der Nummern bleibt dabei unklar. Umgekehrt weisen Sicherheitsexperten darauf hin, dass Chatbots teilweise manipulierte Supportnummern vorschlagen, weil diese zuvor in betrügerischer Absicht gezielt veröffentlicht wurden.
Auch korrekte personenbezogene Daten werden mitunter ausgespielt. Zwar stammen sie häufig aus öffentlich zugänglichen Quellen, doch KI-Systeme führen diese Informationen zusammen und machen sie dadurch deutlich leichter abrufbar.
Die Datenschutzrisiken unterscheiden sich jedoch je nach KI-Modell. Während ChatGPT beispielsweise häufig darauf verweist, sensible Daten wie private Telefonnummern oder genaue Adressen nicht widerzugeben, gilt laut t3n insbesondere Grok als Modell, das mit Datenschutz großzügiger umgeht.
Von Maria Kleiner
Quelle: Digital Pioneers, 16.05.2026, von Tobias Weidemann
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