Deutsche Unternehmen rüsten sich für den AI Act

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Wie die neueste Umfrage des Bitkom zeigt, ist der EU AI Act inzwischen in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft angekommen. 71% der Unternehmen gehen davon aus, vom AI Act betroffen zu sein, oder prüfen derzeit noch ihre Betroffenheit. Von diesen rechnen fast 90% mit einem hohen Umsetzungsaufwand, gut die Hälfte sogar mit einem sehr hohen.

Gleichzeitig sehen 66% aller befragten Unternehmen in der Regulierung mehr Nachteile als Vorteile für das eigene Unternehmen – ein Wert, der gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen ist. „Der AI Act sollte Vertrauen schaffen, erzeugt aber weitverbreitete Unsicherheit“, sagt dazu Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
Parallel dazu bauen Unternehmen ihre Governance-Strukturen für KI aus. Laut einer SAS-Umfrage liegt Deutschland dabei im europäischen Vergleich vorn. 66% der deutschen Unternehmen verfügen bereits über eine Responsible-AI-Policy. Der Anteil im Bereich „Model Governance“ stieg seit 2025 um 12,6 Prozentpunkte auf 56%.

Gleichzeitig haben nur 16% verpflichtende Datenqualitätsprozesse für jedes KI-Projekt etabliert. Bei fast 30% bestehen zwar offizielle Richtlinien für Responsible AI, die Befragten bezweifeln jedoch, dass diese in der Praxis durchgängig eingehalten werden. Auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Datenqualität hat deutlich zugenommen: 66% der deutschen Unternehmen nennen sie inzwischen als zentrale Anforderung – gegenüber 29% im Vorjahr.

Von Maria Kleiner

Quelle: Bitkom, 14.09.2026

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